Bewegung als Alzheimer-Schutzfaktor – auch bei spätem Einstieg!

Die Alzheimer-Krankheit beginnt oft viele Jahre oder sogar Jahrzehnte vor dem Auftreten erster Symptome. In dieser präklinischen Phase sammeln sich Amyloid-Beta-Plaques im Gehirn an, gefolgt von einer zunehmenden Ausbreitung des Tau-Proteins. Dieses gilt als entscheidender Kipppunkt für die spätere kognitive Verschlechterung.

Eine aktuelle Studie zeigt nun: Körperliche Aktivität hat zwar keinen Einfluss auf die Amyloid-Last, wohl aber auf die Geschwindigkeit der Tau-Akkumulation – und damit auf das Risiko des klinischen und spürbaren Fortschreitens der Erkrankung.

Untersucht wurden 296 ältere Erwachsene (bei Studienstart mit einem durchschnittlichen Alter von Anfang 70) ohne kognitive Einschränkungen. Die körperliche Aktivität wurde durch Schrittzähler über viele Jahre erfasst. Genauere Informationen zum Ablauf der Studie: Physical activity as a modifiable risk factor in preclinical Alzheimer’s disease

Ein zentrales Ergebnis: Höhere körperliche Aktivität war bei Personen mit erhöhter Amyloid-Last mit einer signifikant langsameren Zunahme des Tau-Proteins im inferioren Temporallappen verbunden. Diese Region ist stark mit Gedächtnisprozessen verknüpft und früh von der Alzheimer-Pathologie betroffen.

Die beobachteten Effekte waren dosisabhängig: Probanden mit täglich 5000 bis 7500 Schritten zeigten deutlich günstigere Verläufe als inaktive Personen mit weniger als 5000 Schritten. Eine weitere Steigerung auf über 7500 Schritte brachte dagegen keinen zusätzlichen Nutzen. Diese Sättigung könnte für eine potenzielle Schwelle sprechen, ab der Bewegung ihre maximal Alzheimer-präventive Wirkung entfaltet. Für die Praxis ergibt sich daraus eine konkrete Zielgröße – auch für bislang inaktive Personen.

Das Besondere an der Studie ist, dass sie nicht nur Zusammenhänge zwischen Bewegung und dem Auftreten von Alzheimer nachweist. Sie zeigt, dass körperliche Aktivität über einen pathophysiologisch plausiblen Mechanismus – die verlangsamte Tau-Akkumulation – zu einer verzögerten kognitiven und funktionellen Verschlechterung beitragen kann. Entscheidend ist dabei nicht die sportliche Intensität, sondern die Regelmäßigkeit.

Sie brauchen trotzdem noch eine Zusatzmotivation für mehr körperliche Aktivität? Als Ihr Personal Trainer in Lüneburg und Umgebung unterstütze ich Sie gerne!

 

Verwendete Quellen: https://www.zeitschrift-sportmedizin.de/bewegung-als-potenzieller-schutzfaktor-bei-praeklinischem-alzheimer-tau-proteine/

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