Osteoporose-Prävention: Das „Window of Opportunity“ vor der Menopause

Osteoporose wird oft als reines Altersleiden oder postmenopausales Problem abgestempelt. Jedoch werden die Weichen für die Knochengesundheit schon früher gestellt: Bereits zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr kann eine sinkende Knochendichte ein ernsthaftes Risiko darstellen. Zwei Säulen stehen bei der Prävention einer früh einsetzenden Osteoporose immer stärker im Fokus: Neben einer optimalen Vitamin-D-Versorgung ist dies vor allem die gezielte mechanische Belastung durch sportliches Training.

Eine aktuelle Studie untersuchte jetzt, wie effektiv die Kombination aus hochintensivem Training und Vitamin-D-Supplementierung ist.

120 zuvor sportlich inaktive Frauen zwischen 30 und 50 mit diagnostizierter Osteoporose wurden in vier Gruppen unterteilt:

  1. Kontrollgruppe: Keine Änderung des Lebensstils
  2. HIIT-Gruppe: Dreimal wöchentlich hochintensives Laufbandtraining, also schnelles Laufen in Intervallen
  3. Vitamin-D-Gruppe: Tägliche Einnahme von Vitamin D (ohne Sport)
  4. Kombinationsgruppe: HIIT-Training plus Vitamin-D-Supplementierung

Gemessen wurden die Knochendichte an Lendenwirbelsäule und Hüfte sowie verschiedene Blutparameter.

Nach vier Monaten zeigte sich ein deutliches Bild: Zwar verbesserten alle aktiven Gruppen ihre Werte, doch die Kombinationsgruppe lag klar vorne. Während das HIIT-Training als mechanischer Trigger die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) aktiviert, liefert Vitamin D den notwendigen Baustoff für die Mineralisierung. Eine höhere Knochendichte ging zudem messbar mit steigenden Werten von Osteocalcin und Calcium sowie sinkenden Abbau-Markern einher. Zudem bestätigte sich: Ein gesundes Körpergewicht (verringerte Fettmasse) wirkt sich positiv auf die Knochenstruktur aus.

Wer also genetisch vorbelastet ist oder aus anderen Gründen Osteoporose-gefährdet, sollte bereits früh auf die Kombination aus intensiven Trainingsreizen und einer stabilen Vitamin-D-Basis setzen, um die Knochendichte zu steigern und das spätere Frakturrisiko zu senken.

 

Siehe auch Originalstudie: Concurrent effects of high-intensity interval training and vitamin D supplementation on bone metabolism among women diagnosed with osteoporosis: a randomized controlled trial

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