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Krafttraining oder Balancetraining bei Morbus Parkinson?

Die Instabilität der Haltung ist ein Hauptsymptom bei Morbus Parkinson. Sie ist mit einem unsicheren Gang und erhöhtem Sturzrisiko verbunden. Die Sporttherapie, vor allem das Gleichgewichtstraining, spielt bei der Verbesserung dieser posturalen Instabilität eine wichtige Rolle. Jedoch gibt es bislang nur wenige Studien, die die Auswirkungen von Krafttraining bei Parkinson-Patienten untersucht haben. In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde aber zumindest festgestellt, dass Krafttraining bei älteren gesunden Menschen zu einer größeren Verbesserung der Standstabilität führt als Gleichgewichtstraining.

An der Uni Kiel wurde nun eine weitere Studie durchgeführt, bei der dieser Vergleich (Effektivität von Kraft- versus Balancetraining) bei Parkinson-Patienten angestellt wurde. Die Probanden führten entweder zweimal wöchentlich ein 60-minütiges Krafttraining durch (mit dem eigenen Körpergewicht, Therabändern und Gewichtsmanschetten) oder ein Gleichgewichtstraining (Balancieren auf unterschiedlichen Untergründen). Ergebnis: Zwar gab es keine signifikanten Unterschiede beim Therapieerfolg, jedoch zeigte sich, dass Krafttraining mindestens ebenso effektiv für die Verbesserung der Haltungskontrolle ist wie Balancetraining. Auf ein gezieltes Krafttraining sollte also in der Sporttherapie mit Parkinson-Patienten keinesfalls verzichtet werden!!

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