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Zusammenhang zwischen Bewegungsmangel und Gebrechlichkeit im Alter

Die Erfahrung zeigt es und die Wissenschaft bestätigt es zunehmend: Zwischen einer hohen körperlichen Aktivität im Alltag und einer guten körperlichen Verfassung besteht gerade im Seniorenalter ein klarer Zusammenhang.

In einer aktuellen Untersuchung wurden 316 ältere Menschen (über 60 Jahre) hinsichtlich ihres körperlichen Zustandes untersucht (z.B. Ausdauerleistung, allgemeine Schwäche/Langsamkeit) und zu ihren körperlichen Freizeitaktivitäten befragt.

Grob zusammengefasst kam folgendes heraus: Symptome von Gebrechlichkeit und eine geringe körperliche Aktivität im Alltag sind stark miteinander verbunden. Je bewegungsärmer der Alltag der Probanden aussah, desto höher war die Wahrscheinlichkeit vorliegender Gebrechlichkeit.

Die Autoren leiten aus ihren Befunden die logische Schlussfolgerung ab, dass eine Reduzierung bewegungsarmen Verhaltens (Fernsehen, Sitzen, Liegen) und die Steigerung der Aktivität (z.B. Gehen, Haus- und Gartenarbeit) wirksame Mittel gegen die körperliche Degeneration im Alter sind.

 

Quelle: Da Silva Coqueiro et al.: Cross-sectional relationships between sedentary behavior and frailty in older adults. In: The journal of sports medicine and physical fitness. Heft 6/2017. S. 825-830.